"Da sein für alle, keinen vergessen!"

Zur Kommunalwahl am 30. August ist es mir ein Bedürfnis, mich auch auf diesem Wege noch einmal an Sie zu wenden. Unser offizielles Partei-Programm der CDU Lünen finden Sie natürlich ebenfalls auf dieser Website, aber Sie sollen auch ganz klar wissen, was Sie persönlich von mir an Einstellungen und Prioritäten erwarten können, wenn Sie mir an diesem Tage Ihre Stimme als Bürgermeisterin für die nächsten fünf Jahre geben.
Als Christdemokratin fühle ich mich den Menschen verpflichtet und verantwortlich, als Lüner Bürgerin möchte ich unsere Stadt lebens- und liebenswert erhalten – für alle Bürger/innen, egal welchen Alters und welcher Herkunft.
Das Amt des Bürgermeisters gibt mir die Möglichkeit, die Zukunft unserer Stadt von entscheidender Stelle mitzugestalten. Dabei ist es mir wichtig, den Menschen zu begegnen und sie dabei mitzunehmen, mit ihnen zu sprechen und zu erfahren, was sie bewegt.
Ich möchte mich für ein friedliches und freundschaftliches Zusammenleben in unserer Stadt einsetzen, den Jugendlichen Perspektiven für ihre Zukunft bieten, für generationsübergreifende Angebote, die den Interessen aller Erwachsenen - ob jung oder alt - gerecht werden, und dafür, dass sich unsere ausländischen Mitbürger hier aufgenommen fühlen.
Die Aufgaben als Bürgermeisterin sind dabei vielfältig. Sie bestehen nicht nur aus repräsentativen, sondern auch aus leitenden Aufgaben in der Verwaltung und betreffen die unterschiedlichsten Sachgebiete, von der Sozial- über die Bildungs- und Kulturpolitik bis hin zu Themen der Wirtschaft und Wirtschaftsförderung.
Dabei lasse ich mich von den folgenden Grundsätzen leiten, die Sie kennen sollten, um mich und meine politischen Prinzipien besser kennenlernen und einordnen zu können:
1. Familie: Die Familie hat für mich den höchsten Stellenwert. Wir brauchen ein optimales Angebot zur Unterstützung der Familien in unserer Stadt, von der Einrichtung von Familienzentren, der Betreuung der unter Dreijährigen bis hin zur Übermittagsbetreuung an den weiterführenden Schulen, aber auch der Begleitung bei der Pflege und Betreuung der alten und hilfsbedürftigen Menschen. Hier dürfen nicht vorrangig wirtschaftliche und fiskalische, sondern humane Grundsätze gelten.
2. Bildung: Die gute Ausbildung ist die wichtigste Voraussetzung für unsere Kinder. Sprachförderung im Vorschulbereich ist deshalb verpflichtend. Das dreigliedrige Schulsystem schafft die Voraussetzungen, unsere Kinder nach ihren Fähigkeiten lernen zu lassen, die Übermittagsbetreuung und Hausaufgabenhilfe müssen freiwillig möglich sein, um dort zu helfen, wo von Hause aus nicht ausreichend unterstützt werden kann.
Zwischen Schule und Wirtschaft brauchen wir eine enge Vernetzung, um nach dem schulischen Lernen ausreichende Ausbildungsplätze bereitzustellen und Ausbildungsfähigkeit zu gewährleisten.
3. Arbeit und Wirtschaftsförderung: Lünen liegt im Herzen von Europa und hat bei der Infrastruktur mit seiner Anbindung an Strasse, Schiene und Wasser alle Voraussetzungen als attraktiver Wirtschaftsstandort für Unternehmen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich mit dem Angebot an guten Flächen Unternehmen vor Ort ausweiten, neue Unternehmen ansiedeln und so vermehrt neue versicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen werden.
Neben diesen sogenannten ‚harten‘ Standortfaktoren müssen die ‚weichen‘ ständig ausgebaut und gepflegt werden: der Ausbau der Innenstadt, das Freizeit-, Kultur- und Sportangebot, Weiterbildungsmöglichkeiten für junge und ältere Menschen und eine angemessene Betreuung in Kindergärten und Schulen.
4. Jugend: Neben einer guten Bildung und Weiterbildung brauchen unsere Jugendlichen auch genügend Freizeitinfrastruktur, d. h., neben den zentralen Großveranstaltungen im Lükaz auch in den Ortsteilen bedarfsgerechte öffentliche, aber auch private Angebote. Zum Lükaz muss im übrigen ein Shuttledienst eingerichtet werden.
Darüber hinaus brauchen unsere Jugendliche Freiräume, wo sie sich treffen und austauschen können, und das, ohne ständig das Gefühl zu haben kontrolliert zu werden - unsere Kinder sind nicht so ‚schlecht‘, wie wir es ihnen oft unterstellen.
5. Senioren: Im Zuge des demografischen Wandels dürfen wir auch in unserer Stadt die berechtigten Interessen unserer älteren Mitbürger nicht vergessen. Der Seniorenbeirat als Interessenvertretung muss dabei eine dauerhaft feste Einrichtung bleiben. Neben den speziellen seniorengerechten Angeboten brauchen wir auch generationsübergreifende Wohn- und Freizeitmodelle in unserer Stadt.
6. Verkehr: Eine Umgehungsstrasse kann nicht gegen den Willen unserer Bürger gebaut werden. Deshalb muss zur Entlastung unser vorhandenes Straßennetz angepasst werden – wie zum Beispiel jetzt mit dem Vollanschluss der Autobahn A 2 in Lanstrop und dem Ausbau des Nordtunnels sowie dem vierspurigen Ausbau der Dortmunder Strasse. Verkehrssicherungsanlagen sind hinsichtlich ihrer ökologischen und ökönomischen Sicht zu überprüfen. Darüber hinaus muss geprüft werden, ob der Schwerlastverkehr, der Mautgebühren vermeiden will und deshalb bei uns durchfährt, eingeschränkt werden kann.
7. Finanzen: Grundsätzlich möchte ich die Bürger finanziell entlasten. Das Defizit in unserem öffentlichen Haushalt, der seit Jahrzehnten unter einer Schieflage leidet, muss deshalb dringend auf Null gestellt und die Schulden von 100 Mio. € müssen abgebaut werden. Das heißt unter anderem, dass wir uns von überflüssigen Kostenverursachern vor allem im Bestand der städtischen Einrichtungen befreien.
Dies alles dürfen wir unseren Kindern nicht als Altlast überlassen.
Insofern müssen alle weiteren Investitionsentscheidungen auf der Basis sauberer und ehrlicher Wirtschaftlichkeitstrechnungen und begleitet von einem aufmerksamen und an Nachhaltigkeit orientierten Controlling, also einer strengen Steuerung aller öffentlichen Aktivitäten, getroffen werden.
Wir brauchen aber auch eine niedrigere Arbeitslosigkeit, denn nur so wird unser Haushalt von hohen Sozialkosten entlastet, und wir haben mehr Kaufkraft und mehr Steuern in unserer Stadt.
Warum betreibe ich Kommunalpolitik?
Meine Haupt-Motivation war stets der Wunsch, Lünen als lebens- und liebenswerte Stadt für uns und unsere Kinder zu erhalten, zu gestalten und fortzuentwickeln. Sie hat es verdient. Dabei war und ist mir vor allem wichtig, dass gerade unsere Kinder dauerhaft eine Chance und die nötigen Perspektiven haben, sich in unserer Stadt zu entfalten und zu entwickeln – privat wie später auch beruflich. Denn unsere Kinder sind unsere Zukunft!
Gleichwohl liegt mir natürlich die persönliche Zufriedenheit jedes einzelnen Bürgers am Herzen – ohne Ansehen seiner Person. In diesem Sinne habe ich mein langjähriges politisches Engagement von Anfang an verstanden und meine Ämter ausgeübt, seit 2004 bereits als stellvertretende Bürgermeisterin unserer Stadt.
Indem die CDU nach jahrzehntelanger ‚Alleinherrschaft‘ der SPD seit nunmehr rund 10 Jahren die Entwicklung Lünens positiv beeinflusst, konnten trotz mitunter schwierigsten Bedingungen neue nicht unerhebliche Handlungsspielräume erschlossen werden. Unsere Stadt ist heute in der Lage, sich wieder autonom zu verwalten, d.h. unter anderem, in die entscheidenden Projekte für eine gute Zukunft zu investieren. Was allerdings wäre eine ‚gute Zukunft‘, wenn sich ihre Vorzüge und realen Vorteile nicht beim Bürger entfalten, wenn sie bei ihm nicht ankommen.
Daran, dass sich Leistung wieder lohnt, Fleiß und Einsatz ganz persönlich wieder bei jedem einzelnen von uns auszahlen, möchte ich noch entschiedener mitwirken. Meine Bereitschaft, mich - unterstützt von einem schlagkräftigen und kompetenten Team meiner Partei - noch einmal und mit aller Energie für das Amt der Bürgermeisterin zur Verfügung zu stellen und mein fester Wille, in diesem Amte sichtbar und messbar zum Wohle aller Bürger erfolgreich zu sein, bringen das am besten zum Ausdruck. Das Vertrauen meiner Wähler, die am 30. August mir und der CDU Lünen ihre Stimme geben, will ich nach besten Kräften rechtfertigen!
Ich freue mich auf den Dialog mit Ihnen!


